Samstag, 2. August 2008

Mittwoch 30. Juni TOUCHDOWN IN ALASKA

TOUCHDOWN !




Der laengste Tag im Leben von Hombre und Baba laeest uns am mittwoch abends in Seoul gegen 18 Uhr in den Flieger steigen und nach insgesam 14 Stunden Flugzeit und nochmal 6 Stunden Warten in Vancouver um 21.30 in Anchorage landen - immer noch am Mittwoch abend !!


Knapp 40 Stunden hatte unser Tag - und wer wissen will, was ein Jetlag ist, dem legen wir diesen Flug waermstens ans Herzen.Nach all den Ereignissen der letzten Woche sind wir aber trotz des langen Fluges hellwach und sehr gluecklich, wie alles ausgegangen ist.


Wir hatten Russland als Fremde betreten und sind als Freunde gegangen - eine schoenere Erfahrung kann man auf Reisen nicht machen .


Wie hatte man uns nicht gewarnt vor betrunkenen und gewalttaetigen Russen, vor der Mafia und korrupter Polizei - alles was wir dazu antworten wollen kommt aus unseren Herzen -wer immer die Chance hat , nach Russland zu reisen , dem wuneschen wir ein offenes Herz und die Zeit, die es braucht , die Menschen Russlands zu treffen .


Und wer immer in dieser Welt nocheinmal in idiotische alte Klischees und Feindbilder verfaellt, kann von uns jederzeit ein One-way-ticket zur Rueckseite des Mondes bekommen. Denn dort gehoeren diese Gestalten hin. Wir ignorieren nicht die russischen Realitaeten einer Gesellschaft in extremem Wandel - aber wer Russlands Menschen und ganz speziell seine Biker nicht getroffen hat , wird dieses Land nie verstehen .


Das unsere Bikes mit Wendy Choi aus Suedkorea voellig problemlos und professionell mit der Northwestern Airlines nach Anchorage fliegen, waehrend wir einen zwar kurzen, dafuer aber sehr intensiven Stopover in Suedkorea geniessen, laeest uns mit viel Vorfreude in Anchorage landen.


Noch mehr freuen wir uns, als Dan Honciuc mit seinem Freund Petre in Anchorage am Airport steht um uns abzuholen. Wir hatten Dan ueber email aus der Mongolei kennengelernt, wo er unseren Schweizer Radler Beat getroofen hatte, der ihm wiederum von uns erzaehlt hatte. Dan war aus Rumaenien mit seiner KTM Richtung New York unterwegs , hatten dann aber auf der ueblen Piste zwischen Tschita und Chabarowsk einen kernigen Unfall mit verletztem linken Ellbogen und kaputter KTM. Er ist mit dem LKW nach uns in Vladivostok angekommen , wo sich ebenfalls russische Biker seiner angenommen haben. Nachdem wir ihn in Seoul getroffen hatten und seinen Ellbogen untersucht hatten, ist er vor uns in Anchorage gewesen , von wo aus er mit seinem Freund Petre als Beifahrer weiter nach New York will.


Die beiden bringen uns in ihrem Hostel in der Naehe des Flughafens unter, wo wir unser Zelt aufbauen koennen - fuer schlappe 35 $ die Nacht - Alaska wird ein teures Pflaster werden .


Wir haben viel zu erzaehlen, bis uns spaet abends der Hunger ueberfaellt - zu spaet , um noch einen offenen Laden zu finden.


Hombre erweicht einen Pizzabaecker, uns noch zwei Pizzen in den Ofen zu schieben - und die 3 Bier, die wir im Liqeurstore nebenan erstehen, trinken wir wie zu uebelsten Prohibitionszeiten aus einer Plastiktuete an der Strasse - Alkohol darf in den USA nicht oeffentlich auf der Strasse konsumiert werden - und im Hostel gilt Alkoholverbot. Welcome to America :-)


Donnerstag, 31. JAnuar 2008:


Mit Dan und Petre geht es in ihrem Mietwagen morgens zum Ted-Stecens-Airport.American Customs prangt gross auf dem Schild - ZOLL! Was gibt es nicht alles fuer Geschichten ueber den amerikanischen Zoll - und wie nett sind diese Beamten zu uns allen vieren !


Absolut freundlich, hilfsbereit, mit jeder Menge wichtiger und guter Informationen.Sie sind interessiert, weltoffen und nach nichtmal einer halben Stunde stehen wir im Cargo-Bereich des Airports und beginnen zu viert, unsere 3Transportlisten aufzustemmen.


Vier gestandene Biker mit dem Grinsen eines Erstklaesslers beim Geschenkeauspacken am Weihnachtsabend - so aehnlich muessen wir wohl alle ausgeschaut haben.



Die Bikes sind optisch ok und schnell haben wir die Kisten auseinander und unsere 3 Bikes zusammengebaut. In Hombres Kiste finden wir eine kleine Oellache, die uns aber am Anfang noch nicht sehr beunruhigt. Wir lassen die Bikes an , und unser Hattech- Donnerrohr laesst die Halle erzittern, wie das Triebwerk einer 747 - Listen to the Sound of Silence !
A bikes gotta sound like a bike's gotta sound !



Happy und bester Laune fahren wir vom Airport zum BMW-Haendler im Motorcycle-Shop in Anchorage. Wir werden freundlich empfangen und treffen jede Menge eebnso freundliche Biker .

Fuer den naechesten Tag machen wir einen Servicetermin aus - die meisten Wartungschecks und Reparaturen koennen wir selbst machen - fuer die Garantie muessen aber Ventile und einige andere Kleinigkeiten vom BMW-Haendler eingetragen werden. Neue Kettensaetze, Oelwechsel, Kerzenwechsel, Luftfilter reinigen und neue Bremsbelaege sint das Minimalprogarmm - ausserdem begleitet uns immer noch das Startergeraeusch an Babas Dakar.

Happy und zufrieden schauen wir noch nach einem neuen Helm fuer Baba - auch wenn es schwer faellt, sich vom geliebten Held-Helm zu verabschieden -der Helm hat so viel abgehalten von Babas Kopf - dabei aber selbst so viel abbekommen, dass er einen Ehrenplatz in Babas Helmsammlung bekommen wird - aber eben auch nur noch dort.

Schnell finden wir einen passenden Helm, 2 Riesendosen Baerenpfefferspray, noch dazu einen guten Alaskareisefuehrer und neue Camelbags fuer die in Russland verlorengegangenen - ein erfolgreicher Tag geht zuende und zufrieden gehen wir frueh morgens in unser Zelt zum Schlafen - unser Schlafrhythmus ist komplett umgekrempelt und wird noch ein paar Tage zum Einjustieren brauchen.

Die Oellache unter Hombres Bike ist am Abend sehr viel groesser geworden - wir sind etwas beunruhigt, werden aber morgen Tank und Luftfilter abbauen und der Geschichte auf den (oeligen) Grund gehen .

Bis dahin wuenschen wir allen eine gute Nacht aus dem wunderschoenen Alaska - wo es den ganzen Sommer wohl nur geregnet hat - und die Sonne scheint, seit wir angekommen sind :-)

Hombre und Baba ( die mit den Plastiktuen um die Bierflasche)