Montag, 18. August 2008

Tuesday 12th August 2008 : Old Denali Highway to Denali Park

Leaving Kennicott still in dry conditions, on our scenic way back west clouds kept getting bigger and darker - the usual afternoon performance - just in time when we get to the junction with the old Denali Highway at Paxston it started raining again . Just what we needed before we hit the dirtroad which is supposed to take us 200 km west to Denali Park. We are quite used to put up and undo our tent in rainy conditions in the meantime - but yet we will never like it , that's for sure!
So deciding whether to go on some stretch on the dirt road at early evening to maybe escape the rain or rather look for a campsite in the rain nearby we get back on the dirtroad. And we should be rewarded for our bravery.

So schön der Weg und so trocken die Abfahrt aus Kennicott am Morgen auch gewesen sein mag. Am frühen Nachmittag türmen sich bereits drohend wieder die ersten schwarzen Ungetümer am Himmel. Und zielgenau an der Kreuzung des Alten Denali Highways bei Paxton lassen sie ihre Wasserlast auf uns herab. Genau was wir uns gewuenscht haben, bevor wir auf die 200 km lange Erdpiste gehen.

Mittlerweile haben wir schon eine schlafwandlerische Routine beim Aufbauen unseres Zelts im Regen. Schnell sind wir , ja – aber Spaß wird uns das wohl trotzdem nie machen. Es ist später Nachmittag. Es giesst wie aus Kübeln. Wir überlegen, ob es bei Dämmerung und Wildwechsel Sinn macht, auf die Erdpiste zu fahren. Aber auch die Alternative, jetzt unser Zelt aufzubauen will irgendwie nicht überzeugen. Also fahren wir einfach in die beginnende Daemmerung hinein- und werden bald von Mutter Natur für unseren Mut belohnt.

Shortly after only a few kilometers the rain ceased and we enjoyed a fantastic scenery of rugged, brown and reddish coloured mountains with green meadows and blueish lakes . Whith the new Parkshighway having been built 1971 in the west of it linking Anchorage and Fairbanks to the Denali National Park this dirt road lost its importance to take people into the park. So travelling there is far more a deserted way to get to the park than going throug the paved Parks Highway.
Stopping after 150 kms on a really smooth and easy going dirtroad included seeing Daxes, Karibous and Moose along the way - as well as spending the night unplanned but interesting next to a drillers workcamp - including some Alaskan Amber beers in the local drillers and workers bar - one more rainy day we changed into a sunny experience just going on for it.

Nur wenige Kilometer weiter reissen die pechschwarzen Wolken am Horizont auf. Der Regen weicht Sonnenschein und eine herrliche Landschaft aus zerklüfteten, braun roten Felsen im herrlichen Kontrast mit sattgrünen Wiesen und türkisblauen kleinen Seen verwöhnt das Auge. Längst hat diese Dirtroad ihre ursprüngliche Bedeutung als frühere ungeteerte Ost-West-Hauptverbindung zum Denali Nationalpark verloren. Mit dem Bau des New Parkshighway zwischen Anchorage und Fairbanks ist sie zu einer wenig befahrenen, aber umso reivolleren Route geworden. Die Teerstrasse überlassen wir gerne den oft riesigen „mobile homes“ der vierrädrigen Alaskafans.

Die Dirtroad selbst ist voellig problemlos- Dennoch dürfe wir bei aller Schönheit der Landschaft nicht leichtsinnig werden. Allzuleicht kommt man in ein fast schwereloses Gleiten in der Weite dieser grandiosen Landschaft. Und genauso schnell kreuzt ein Dachs, ein Karibou oder noch gewaltiger- ein Elch die Strasse. Über 150 km fliegen wir so noch durch die endlosen Weiten, bis wir der unerwarteten Einladung einer Barfrau in einer kleinen Siedlung am Rand der Dirtroad folgen, unser Zelt für die Nacht aufzuschlagen. Ein geologisches Expeditions-Bohrteam hat in der einsamen kleinen Siedlung sein Basislager, von dem aus sie die Region im Auftrag verschiedener Unternehmen im Alaskasommer erkunden. Im Winter wird die Siedlung verlassen. Wir genehmigen uns ein Bier im „Saloon“ der Arbeiter- und werden um 10 Uhr abends zusammen mit ihnen vom Wirt verabschiedet – CLOSING TIME ist früh in diesen Breiten.




Along old Denali Highway

ride-of-change-2008

Hombre and BABA (standing any rain ! )

Monday 11th August - Wednesday 13th August: The Ghost town of Kennicott -Die Geisterminen von Kennicott

Monday morning we take off from Anchorage again , heading east back to Glennallen. Getting soaked with our daily afternoon raincloud again in really cold weather this time, we decide to spend the night in an old Pipeline workers shelter which is run as an annex to a far more expensive Motel being build next to it. We feel put a bit back into Siberia and Far East, so similiar is the somehow primitive, but functional structure of that building . Als wir am Montagmorgen Anchorage Richtung Osten auf der Strasse nach Glenallen zurück verlassen, erwischt uns unsere tägliche Regenwolke zwar erst spät, dafür aber umso heftiger. Wir flüchten uns für kleines Geld in den Anbau eines eher teuren Motels. Umso mehr geniessen wir die einfache Atmosphäre, dieser ehemaligen Baracken für die Bauteams der Alaska-Oil-Pipeline. Fast ist es eine kleine Zeitreise in die einfache Funktionalität der Unterkünfte in Sibirien und des fernen Ostens.


Moose meets Cow ;-)
There is much of the highly estimated Russian simplicity to find in Alaska - form follows function , not just fancy and useless designerstuff surrounding the people. So you will see houses built of old fisherboats as well as trainwaggons - anything is welcome that does the job.
Überhaupt findet sich vieles der einfachen russischen Art wieder. Antworten auf die Fragen des Alltags zu finden. Funktion, nicht Design und Wirkung auf den Nachbarn stehen im Fokus . So sieht man vom Fischerboot bis zum alten Eisenbahnwaggon alles mögliche, was las Behausung dient- Hauptsache es funktioniert. While we arrive Dave from Minnesotta is rolling on the spot - as soaked as we are . He is an experienced longtimebiker on an older BMW. meeting his wife in Anchorage and having ridden all the way up to Alaska. We meet him at dinner and again the next morning - and Dave is telling us the words, that we feel in many of your warm comments we get by email or in our guestbook, talking to friends at home or people we meet on the road : Mindestens so naß wie wir rollt fast mit uns zusammen Dave aus Minnesotta, Ein Biker vom alten Schlag mit einer alten BWM, die die ungezählten Kilometer auf dem amerikanischen Kontinent genauso jung gehalten haben, wie Dave selbst. Und auch diesmal hat er es sich nicht nehmen lassen , selbst mit dem Bike den Weg nach Alaska zu fahren, um sich hier oben mit seiner Frau zu treffen. Abends beim Essen und beim Frühstück am nächsten Morgen machen die Geschichten unserer und seiner Tour bis nach Alaska die Runde. Bei der Abfahrt sehen wir den Glanz in Daves Augen, als er uns mit denselben warmen Worten verabschiedet, die wir oft in emails und unserem Gästebuch oder einfach auch in vielen persönlichen Gesprächen unterwegs lesen und hören durften:
"You guys are living my dream ! "

„Männer , ihr lebt meinen Traum!”


We get this feedback from the words and looks of many people - and we feel happy, privileged and proud, to maybe take a liitle bit of your guys dreams with us on our backseats touring them round the world - we will take good care of them !

Oft auf dieser Reise dürfen wir dieses Echo aus den Worten und Blicken der Menschen spüren . und wir sind glücklich, stolz und fühlen uns sehr geehrt, dass wir vielleicht den einen oder anderen kleinen Lebenstraum auf unserem Soziussitz rund um die Welt mitnehmen dürfen – wir werden gut auf Eure Träume achtgeben !

We carry on to Copper Center, there taking off to Chitina and McCarthy, the ghost town of Kennicott with the abandoned Kennicott Copper Mine and Wrangell-St. Elias National Park .

After Chitina the road turns into a somewhat bumpy dirtroad, appearing a Grade I difficulty compared to our eastern european tracks. Apart from that , there is frequent wildlife requiring to concentrate – such as moose, caribou or even bears , that might cross the road.

Weiter führt uns die Strasse bis Copper Center, dem früheren Umschlagplatz der Kupferminen in den Wrangell-Bergen. Von dort biegen wir ab Richtung Chitina und McCarthy . Ab hier führt eine Schotterstrasse weiter zu den verlassenen Kupferminen von Kennicott im Wrangell-St.Elias-Nationalpark. Im Vergleich zu den Pisten in Kasachstan, Sibirien, der Mongolei und im fernen Osten ist das hier eine anfängertaugliche Trainingspiste. Trotzdem hat sie ihr tückischen Stellen und – es ist immer mit einem Elch, einem Caribou oder auch mal mit einem Bären zu rechnen.
McCarthy Highway
people in motion


McCarthy Highway movin' on


Babas "new" helmet- thank you Barbara again ! (still with the neck brace after the tree crash)
Babas "NEUER" Helm - Danke Barbara aus Anchorage !
(immer noch mit Cervicalstütze nach dem Baumcrash)



Crossing Lakina River


Mc Carthy Highway impressions

That road takes us the 60 miles up to Mc Carthy, a small city featuring a summer population of about 70 people. It was created in the early 1900s for the miners of the close by Kennicotte coppermines as 'wine, women and song place,' including saloons, restaurants, hotels, pool halls, stores, a newspaper and even a red light district.

Knapp hundert Kilometer später ist McCarthy unser Zwischenziel. Eine kleine Stadt mit gerade mal 70 Einwohnern im Sommer. Wieviel anders war das noch Anfang des 20. Jahrhunderts, als „Wein, Weib und Gesang“ mi Sallons , Restaurants, Badehäusern und sogar einem Rotlichviertel den Minenarbeitern der nahegelegenen Kennicotte-Mine das schwerverdiente Geld wieder aus den Taschen zogen.


Airborne pics courtesy of the ROSENBERG family New York
Thank you so much for being so wonderful









Getting to the Kennicott River we sort of get a permission to cross the footbridge over the river with our bikes -leaving one inch of space on either side . if at all we felt bad about doing so , we kept remembering the locals answer whether or not to cross the little bridge : “Hey man – this is Alaska …!”

Thus getting straight into the Ghosttown of Kennicott we park the bikes right in the center of Kennicott .Still wondering if we are supposed to enter this point we once more realise how people up here in Alaska think about it all : “ The next US-Marshall is 200 miles away- so do what a man thinks is right to do. And who up here cares about the `Lower-48-Capital`Washington.?!”

Kennicott itself is a red-painted complex that when it was still busy included offices, the crushing mills, bunkhouses for the workers, company stores, a theater, wooden tennis courts and school, which are all located on the side of a mountain above Kennicott Glacier. Sun just showing up in time this afternoon we strawl all over the place, enjoying the morbid scenery as well as perfect light to shoot some interesting pictures of the site.

Ein “Local” erlaubt uns , die schmale Fußgaengerbruecke über den Kennecott´-Fluß mit den Bikes zu überqueren. Unseren letzten Rest an Unrechtsbewusstsein vertreibt er mit den Worten: „Hey Mann, das ist Alaska hier…!“

Mit 2 cm Platz links und rechts an den Alukoffern ab über die Brücke und wenig später stehen wir mitten in der Geisterstadt von Kennicott. Irgendwie ist uns nicht ganz klar, ob wir hier jetzt wirklich stehen dürfen – aber wir verstehen einmal mehr, wie die Menschen hier denken; „Der nächste US-Marshall ist 200 Meilen weit weg . Ein Mann muss tun, was er für richtig hältst. Und wer hier oben interessiert sich schon für Washington.“

Kennicott selbst ist eine in im späten Licht der tiefstehenden Sonne in tiefem Scharlachrot erstrahlende Ansammlung weit heruntergekommener, aber umso liebevoller vor dem Ruin geretteter ehemaliger Minengebaeude.Ehemalige Verwaltungsgebäude stehen steil in die Hänge gebaut neben Gesteinsmühlen, einfachen Stockbettbaracken der Arbeiter, alten Drugstores, Schulgebaeuden fuer die Arbeiterkinder oder einem hölzernen Tennisplatz, die an die längst vergangene Hochzeit der Kupferminen erinnern.Ein morbider Zauber umgibt diesen Ort, der von einem perfekten Sonnnelicht fotografisch in Szene gesetzt wird.

Kennicott Mines Impressions


Kennicott Mines Impressions

Kennicott Mines Impressions

Curious as we are we wonder where the road out of the ruins would take us - just a look and we sit back on the bikes , getting deeper and deeper onto a trail towards the Kennicott Glacier. We only get stopped some 300 feet from the glaciers foot when the trail gets ways to narrow and to steep to turn the bikes back around just in case.

We have a good laugh about ourselves and enjoy the glacier by foot (what we honestly should have done from the start and will do next time again - we promise)

Nachdem sich bisher niemand an useren Bikes gestört hat , entschliessen wir uns auf der Strasse aus Kennicott heraus einfach weiterzufahren. Um plötzlich auf einem immer enger, kurviger und steiler werdenden Trail zum Kennicott-Gletscher zu landen, Erst als der felsige Weg über kleine Holzstege immer mehr anfängt, unter unserem Gewicht nachzugeben und die Vorderreifen die steilen Flanken herunterbrechen, lassen wir die Bikes 300 m vor dem Gletscher zurueck und gehen zu Fuss weiter. (als wir immer noch am Lachen am Fuss des Gletschers ankommen , denken wir uns, dass wir das am besten sicher gleich getan hätten- beim naechstenmal, versprochen :-))


Glacier "Highway" ;-)

Bikes' End I
Bikes' End II
Hiking trail to Kennicott Glacier
Kennicott Glacier View

Getting back to Copper river we put up our tent looking at the glacier and some of the highest peaks of America. The rugged and wild Wrangell-St. Elias National Park contains 9 out of the 16 highest peaks in the the USA , including the second tallest peak in the U.S., Mt. St. Elias at 18000 feet (which is only 2,300 feet lower than Mt. McKinley).

We end the day with a really happy and wonderful memory of a great day for the ride of change .Zurück am Copper River bauen wir unser Zelt vor eiigen der höchsten Berge Nordamerikas auf. Im Wrangell-St.Elias-Nationalpark sind 9 der 16 höchsten Gipfel Nordamerikas, darunter mut dem Mt. St. Elias der zweithoechste mit knapp 6000 m )

Wir lassen diesen fantastischen Ride-of-Change-Tag vor einer würdigen Kulisse ausklingen.

What a campsite !

Hombre and BABA




Saturday 10th August - Sunday 11th August Getting back the bike !

Getting back to the Motorcycle Shop people in Anchorage finally found us as much happy as the guys fixing Hombres bike themselves. Things being neatly repaired by new injection valves we put the rest of the bike back together, taking it for shorter testruns over town and then back to "Splended Hostel" where we spend the next 2 days preparing a couple of things like buying maps, guidebooks, new raingear, sunglasses ( of course who knows Baba well - this is sunglasses number 3 on the tour;-) ) etc. and just relaxing a bit from last weeks riding. We sorted out routes to go on, especially having received so many recommendations from nice people all over the place, being travellers or locals. Amongst them were many special people, namely Patrick and his wife from PlanB-Riders as well as Helmer from LA and of course again : The Ignazio-Bike-Clan from California, who we met again at the bikeshop.
Ein ganzes Stueck gluecklicher schauen wir schon aus,als wir nach Anchorage zurueckkehren und der Meister selbst an Hombres Bike schraubt. Alles wirkt korrekt repariert mit neuen Einlassventilen. Wir bauen das Bike wieder zusammen, um ersteinmal einige kleinere Testfahrten zu machen. Alles klingt ok, keine metallischen Gerausche aus dem Zylinderkopf und die Dichtungen haben kein Oelleck.
Halbwegs beruhigt fahren wir ersteinmal zum "Splendid Hostel" zurueck. Es gibt einiges fuer die weitere Fahrt durch Alaska zu organisieren.
Detail-Karten, amerikanische Reisefuehrer, neue Regenkombis ( die alten Polokombis haben uns zuletzt eher wie 2 vollgesaugte Schwaemme durch den fernen Osten rollen lassen.) ja und mal wieder eine Sonnenbrille fuer Baba ( wer mich kennt, weiss warum - auf dieser Tour ist es bisher Nummer drei ;-)) Eine kleine Verschnaufpause nach dem Trip der letzten Woche wird uns ebenso guttun, bevor wir w irwieder auf die ungezaehlten Pisten gehen, die uns all die wunderbaren Biker und Einheimischen empfohlen haben, die wir hier treffen.
Unter vielen fantastischen Menschen und stellvertetend fuer alle herzliche Hilfsbereitschaft sind die Tips von Patrick und seiner Frau von PLAN-B-Riders, Helmer aus Los Angeles und natuerlich : Wer sonst als der Ignacio-Bike-Clan, die wir in der Werkstatt wiedertreffen.

Very often when we talk to locals we finally find out, they were not born in Alaska but got stuck by either marrying an Alaskan or more often by simply being ways too fascinated from Alaska to ever leave it again. We feel a magic attraction in many Americans coming up to the place from "the lower 48 " as the Alaskans name Northamerica, excluding Hawai from it. Each time we hear that expression we imagine what makes this place so special - it's an outstanding personal freedom and independence from state laws and restricting rules compared to the rest of the US felt by the people living here in a closer community than anywhere else in America. Yet quite some older Alaskans keep stressing the fact, that things have fairly changed to the worse ever since the Alaskan Oil Boom in the early 1970s took off, this changing the traditional Alaskan values little by little, but steadily.